Unterlagen
Vorträge und Seminare
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D-4:
Autismus-Spektrum Störungen: Ursache, Neurobiologie,
Behandlung
Fritz Poustka, Frankfurt
D-5:
Motopädagogik - ein bewegtes Entwicklungsbegleitungskonzept
-
Elisabeth
Gstöttner , Wien
F-9:
Empowerment in der Leitung und Begleitung
Elisabeth
und Hubert Hürlimann, Grabs
F-9:
Lebensplanung - Biographie - Lebensphasen
Elisabeth
und Hubert Hürlimann, Grabs
F-13:
Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern
- Krise und Chance
Herbert
Stadler, Wien
F-16:
" Ist eine Schule für alle - vom Schwerstbehinderten
bis zum Hochbegabten - möglich?"
Franz
Spiesberger, Gmunden
Programm
im Überblick:
Plenarveranstaltungen
Donnerstag,
13. Mai 2010: 9,30 - 12,30h
9,30h
Eröffnung
Tromptenensembel
Musikum St. Johann
Joachim
Bauer, Freiburg:
Zwischen Feindseligkeit, Konkurrenz und Kooperation
- Menschliche Grundmotivation aus neurobiologischer
Sicht
Eugen Drewermann,
Paderborn:
Wenn ich in meinem Leben jemandem geholfen habe, so
habe ich ihn geliebt
Freitag,
14. Mai 2010: 9,00-12,30h
Andreas Warnke,
Würzburg:
Umschriebene Entwicklungsstörungen am Beispiel
von Legasthenie und Dyskalkulie-
Klinisches Bild, Erklärungsansätze und Behandlung
Jesper Juul, Dänemark/Kroatien:
Vom Gehorsam zur Verantwortung · für eine
neue Erziehungskultur
Wolfgang Schmidbauer,
München
Das Prinzip der Liebe und der Ort der Professionalität
Samstag,15.
Mai 2010: 9,00-12,30h
Ronald Barazon,
Salzburg:
Die Situation unserer Welt
heute, was braucht sie und was ist noch zu tun?
Onur Bakis und Jungle
Rocs Breakdance Gruppe, Salzburg
Hyperaktive Kinder und gewalttätige Jugendliche
- und wie man diese Probleme mit Breakdance überwinden
kann
Leonhard Thun-Hohenstein,
Salzburg:
Die Situation unserer Jugend heute, was braucht
sie und was sollten wir tun?
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Nachmittagsprogramm
Donnerstag: 14,30-17,30h:
Seminare:
D-1: Neuropädagogik:
Über Lernen an sich - und mit ADHS im besonderen!
Erkenntnisse der Neurowissenschaften in Hinsicht
auf (einen nicht nur) ADHS orientierten Unterricht!
Hans Biegert, Bonn
D-2: Erfolgreich
fördern bei Rechenschwäche/Rechenstörungen/Dyskalkulie
mit dem Zahlen-Struktur-Material
Günther Heil, Weilheim
D-3: Schwierige
Schüler - 49 Handlungsmöglichkeiten bei Verhaltensaufälligkeiten
- ausgebucht!
Bodo Hartke, Rostok
D-4: Autismus-Spektrum
Störungen: Ursache, Neurobiologie, Behandlung
-Restplätze!
Fritz Poustka, Frankfurt
D-5: Motopädagogik
- ein bewegtes Entwicklungsbegleitungskonzept
- ausgebucht!
Elisabeth Gstöttner , Wien
D-6: Sprachspezifische
Förderung von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerung
-ausgebucht!
Entwicklung grammatikalischer Stukturen, diagnostische
Möglichkeiten, sprachliche Interventionen, Rollenspiele,
didaktische Spiele
Uta Kücher, Salzburg
D-7: "Ich
selbst hätte ja überhaupt kein Problem...,
wenn nur die Welt nicht so schlecht wäre!"
Verhaltensraster als pädagosches Instrument
im Umgang mit Verleugnung, Projektion und Spaltung
-ausgebucht!
Ursula Pav, Rohrbach
D-8: Tiergestützte
Arbeit mit Llamas und Alpakas: Biophilie als Baustein
der menschlichen Persönlichkeitsentwicklung
Ingeborg Andreae de Hair und Heike Höke , Brakel
Bellersen
D-9: Interkulturelle
Pädagogik zwischen Pragmatismus und Illusion
Seddik Bibouche , Tübingen
D-10: Hochbegabung
und Verhaltensproblematik
Elfriede Wegricht, Wien
D-11: Faszination
Stille - oder: wie bekomme ich meine Klasse
wieder zur Ruhe?
Rüdiger Kohl, Merzenich
D-12: Was tun -
bei Mobbing und Gewalt im Klassenzimmer?
Rupert Herzog, Linz
D -13: "Wie
Beziehung werden kann" - Psychisch belastete Jugendliche
als Herausforderung für heilpädagogisch -
therapeutische Berufe- ausgebucht
!
Sandra Wiesinger und Werner Leixnering, Linz
D-14: "Worüber
man nicht sprechen kann..." - Sprachbehinderung
und Menschenbild
Irene Zöllner und Birgit Haiko, Wien
D-16: Ich seh, ich
seh,was du nicht siehst! - ausgebucht!
beobachten - erleben - handeln - reflektieren
Ulrike Bürger, Hinterbrühl
D-17: Eskalation
und Deeskalation im pädagogischen Alltag - ausgebucht!
Oder: warum Eskalationen ein wichtiges
Lernfeld sein können.
Ingo Bieringer, Hallein/Salzburg
Symposien
(Zwei Vorträge mit ausführlicher Diskussion):
D-18: ADHS:
Medizinische
Aspekte der ADHS in Diagnostik und Therapie - Schnittstellen
zur Pädagogik
Wolfgang Kaschnitz,
Graz
Neuropsychologische
Aspekte
Caterina Gawrilow, Hamburg
D-19:
Progressive Ansätze im Umgang mit Aggressionen und Gewalt
bei Kindern und Jugendlichen: -
ausgebucht !
Förderung von Zivilcourage
bei Kindern und Jugendlichen: Sophie Scholl im Jahre
2010?
Kai J. Jonas, Amsterdam
Konfrontative Pädagogik
bei aggressiven Kindern und Jugendlichen
Rainer Kilb, Mannheim
D-20:
Hilfen für Menschen mit einer geistigen Behinderung
und psychischen Erkrankungen: Betrachtungen aus heilpädagogischer
und psychotherapeutischer Perspektive:
ausgebucht!
Ambulante heilpädagogische
Förderung von Menschen mit einer geistigen Behinderung
und gravierenden Verhaltensauffälligkeiten
Torsten Holm, Berlin
Ambulante Psychotherapie
(VT) für Menschen mit geistiger Behinderung -
Ein Beitrag zum selbstbestimmten Leben von Menschen
mit einer geistigen Behinderung und psychischer Erkrankung
Claudia Köppen, Berlin
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Freitag:
14,30-17,30h
Seminare:
F-1: Vom Gehorsam
zur Verantwortung - Eine neue Erziehungskultur
Jesper Juul, Dänemark und Kroatien
F-2: Der Schüler,
der in der Schule versagt - wer kann das sein?
Andreas. Warnke, Würzburg
F-3: ADHS und Schule:
Impulsiv und unaufmerksam!
Lehrer, Eltern, Erzieher und Berater ohne Chance?
Hans Biegert, Bonn
F-4: „Lieber schlau
als blau“- Ein Alkoholpraeventionsprogramm für
Schule und Jugendeinrichtungen
Simone Schramm, Lindow
F-5: Im Land der
Zahlenzwerge - ein frühkindliches mathematisches
Bildungskonzept für begabte und schwache Kinder
gleichermaßen - ausgebucht!
Günther Heil, Weilheim
F-6: Kommunikation
und Behinderung. ausgebucht!
(Kommunikationsanbahnung, unterstützte Kommunikation,
Einsatz von Gebärden….)
Doris Dickinger, Wien
F-8: Immer
wieder in Balance kommen – in Balance sein. Wenige
Restplätze!
Ilse M. Seifried, Wien
F-9: Lebensplanung
- Biographie - Lebensphasen
Elisabeth und Hubert Hürlimann, Grabs
F-10: Vom erzieherischen
Alltagsfrust - zur Faszination, Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung
zu begleiten
Anna Ruschka, St. Pölten
F-11: Soziale Training
für die ganze Klasse - Soziale Vorgänge
spielerisch erleben und umsetzen
Rüdiger Kohl, Merzenich -ausgebucht!
F-12: Räume
- Helfen - Heilen - die Rolle des Lebensraumes
im Heilungsprozeß
Enrico De Dominicis, Brixen
F-13: Umgang mit
verhaltensauffälligen Schülern - Krise und
Chance
Herbert Stadler, Wien
F-14:
Das Lernspiel – ein Mittel zur sozialen und kognitiven
Förderung insbesondere bei Kindern mit Lernschwächen
bzw. Entwicklungsrückständen
Adolf Joksch, Krems
F-15: Zwischen Freiraum
und Ritual - Ausdrucksmöglichkeiten mit Musik und
Bewegung für Menschen mit Behinderung-
Restplätze!
Shirley Salmon, Salzburg/Grambach
F-16: " Ist
eine Schule für alle - vom Schwerstbehinderten
bis zum Hochbegabten - möglich?"
Franz Spiesberger, Gmunden
Symposien
(Ein od. zwei Vorträge mit ausführlicher Diskussion):
F-17:
ADHS- Teil 2
Neuropsychotherapie
der ADHS - das Elterntraining
für Kinder und Jugendliche unter Berücksichtigung
des selbstbetroffenen Elternteils (ETKJ
ADHS)
Cordula Neuhaus, Esslingen
F-18:
Internet und Co: Neue Medien und ihre Auswirkungen auf
die Entwicklung von Kindern
und Jugendlichen - ausgebucht!
Bildschirmmedien
im Alltag von Kindern und Jugendlichen: Ausmaß,
Inhalt, Wirkzusammenhänge
Thomas Mößle, Hannover
Neue Medien - Neue
Tatorte: Cyberbullying und sexuelle Viktimisierung im
Internet
Catarina Katzer Köln
F-19: Tatort
Schule: Umgang mit schwierigen Schülern:
Schwierige Schüler: was kann
ich tun?
Bodo Hartke, Rostock
Mobbing/Bullying/Cyberbullying
in der Schule - Ansätze zur Prävention und
Intervention
Nina Spröber, Ulm
Rahmenprogramm:
Donnerstag:
19 Uhr:
Aspergerpreisverleihung, Buffet,
Konzert:
Congarilla (www.congarilla.com) mit special guest Cilly
Kar
Freitag: 20 Uhr:
Literatur und Jazz:
"Himmelsklöße"
und andere unanständige, verbotene, geheime,
garantiert pädagogisch bedenkliche Kinderreime
von Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern, Berthold
Brecht, Reinhard P. Gruber u.a
angerichtet von Reinhold Tritscher (www.theater-ecce.com)
musikalisch begleitet von :" Miriam Acoustic Group"
-
( Malgrorzata Szymecka - drums, Haraldur Gudmundsson
- bass, Anna Strauss - piano)
Seminare
und Symposien im Detail:
Seminare:
Donnerstag:
14,30-17,30h:
D
- 1: Neuropädagogik: Über Lernen an sich -
und mit ADHS im besonderen!
Erkenntnisse
der Neurowissenschaften in Hinsicht auf
einen (nicht nur) ADHS orientierten Unterricht !
Hans
Biegert, Bonn
ADHS:
Die Risikogruppe im Schulalter. Sie bleiben in ihrer
Schulentwicklung unter ihren intellektuellen Möglichkeiten;
viele von ihnen scheitern kognitiv, sozial und emotional
trotz nachgewiesen guter Begabung.
-
Liefern Erkenntnisse der Neurobiologie des Lernens Ansatzpunkte,
diesen ADHS typischen Teufelskreis von kognitiven Mißerfolgen,
sozialer Ausgrenzung und sich verschlechterndem Selbstbild
aufzubrechen?
-
Was geschieht in unserem Gehirn, wenn wir lernen? Worin
unterscheidet sich dabei das ADHS Gehirn?
-
Neurodidaktik: Wie sind Lerninhalte zu gestalten, dass
sie für ADHS betroffene Kinder gleichwohl wirksam
und erfolgsorientiert vermittelt werden können?
-
Neuropädagogik: Was sind die Parameter einer Schulpädagogik,
die auch für ADHS Kinder Sozialintegration und
emotionale Gesundheit ermöglichen?
D -
2: Erfolgreich fördern bei Rechenschwäche/Rechenstörungen/Dyskalkulie
mit dem Zahlen- Struktur-Material
Günther Heil,
Weilheim
Als
dezimales Stellenwertsystem hat das Zahlensystem spezifische
Strukturen. Gelingt dem Kind im Zahlenaufbau nicht die
Integration von Zahlenreihe, Mengenverständnis
und den Strukturen des Zahlensystems, droht Dyskalkulie.
Das neuartige Lernmittel Zahlen-Struktur-Körper®
wurde in der Dyskalkulietherapie entwickelt, um zum
Erlernen des Rechnens leicht verständlich die ordinalen,
kardinalen und strukturellen Aspekte des Zahlensystems
zu vermitteln.
An Praxisbeispielen wird demonstriert, daß das
Kind durch Bewegung der farbigen Zahlen-Struktur-Körper®,
auf denen Ziffern aufgedruckt sind, konkret in Zahlen
be"greift" und sieht, wie Rechnen vor sich
geht, was dabei zu denken ist und wie sich das Rechnen
erleichternden Analogien beim Zahlenaufbau und den Rechenvorgängen
nutzen lassen.
D -
3: Schwierige Schüler - 49 Handlungsmöglichkeiten
bei Verhaltensauffälligkeiten
Bodo Hartke,
Rostock
Die
Handreichung für Lehrer "Schwierige Schüler
- 49 Handlungsmöglichkeiten bei Verhaltensauffälligkeiten"
dient der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung
von pädagogischen Handlungen, ähnlich wie
Unterrichtsmaterialien der Vorbereitung und Nachbereitung
einer Unterrichtseinheit dienen.
In dem Seminar wird das Material vorgestellt, teilweise
erprobt und deren Einsatzmöglichkeiten zur Prävention
von Lern- und Verhaltensstörungen diskutiert.
Die Handreichung besteht aus acht Planungshilfen, die
in einem umfassenden Forschungsvorhaben entwickelt sowie
formativ als auch summativ evaluiert wurden.
Erste Ergebnisse sprechen für die Wirksamkeit der
Materialien in der Arbeit mit Kindern, bei denen auch
auf Grund von Schwierigkeiten im Arbeits- und Sozialverhalten
Schulleistungsrückstände entstehen.
D -
4: Autismus-Spektrum-Störungen - Ursachen, Neurobiologie,
Behandlung
Fritz
Poustka, Frankfurt
Autismus-Spektrum-Störungen
(ASD) sind häufig (>1% unter Kindern). Dennoch
werden ASD spät diagnostiziert, obwohl gute Instrumente
zur Erfassung der Kernsymptome und Beierkrankungen zur
Verfügung stehen.
Vererbte oder neu mutierte Gene sind verantwortlich
für dieses Phänomen. Weit reichende zerebrale
Veränderungen zeigen sich in Studien der Bildgebung/der
Gewebsuntersuchungen des Gehirns/Neurophysiologie/Psychologie.
Daraus lassen sich Defizite der Kommunikation, Informationsverarbeitung
und der sozialen Interaktion erklären. Behandlungen
wirken durch Hilfe zur Erkennung von Gestik, Mimik und
Intentionen anderer, dem Aufbau von sozialen Fertigkeiten
in Einzelübungen und in Gruppen. Es ist gut erkennbar,
was in der Therapie wirkt und was nicht.
Ziel
der Veranstaltung:
Nach diesem Seminar sollte es den Teilnehmern möglich
sein, die Diagnostik, Differenzialdiagnostik sowie Therapie-
und Förderkonzepte bei Autistischen Störungen
in den Grundzügen zu verstehen und Einsicht in
die Grundlagen dieser Störung gewonnen zu haben.
D -
5: Motopädagogik - ein bewegtes Entwicklungskonzept
Elisabeth
Gstöttner und Thesi Zak, Wien
Bewegung
ist die Grundlage menschlicher Entwicklung und hat nicht
nur auf die körperliche Gesundheit, sondern auch
auf die seelische und geistige Entwicklung der Kinder
und auf das Lernen allgemein Auswirkung.
Die "psychomotorische Entwicklungsbegleitung"
bedient sich dieser Erkenntnis, vor allem durch dessen
Begründer J. Ernst Kiphard, einem Sportlehrer und
Clown, seit dem Ende der 50er Jahre und setzt sie pädagogisch
und therapeutisch um.
Durch die Stärkung der Ich-, der Sozial- und Material-kompetenz,
lernen Kinder allmählich sich selber besser einzuschätzen.
Das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen werden
gestärkt - sie bilden die Basis für wichtige
Entwicklungsschritte wie Sicherheit, Lernfähigkeit
und Lernbereitschaft.
D -
6: Sprachspezifische Förderung von Kindern mit
Sprachentwicklungsverzögerung:
Entwicklung grammatikalischer Strukturen, diagnostische
Möglichkeiten, sprachliche Interventionen, Rollenspiele,
didaktische Spiele
Uta Kücher, Salzburg
Sprachentwicklungsverzögerung
bzw. Sprachentwicklungsstörung ist für betroffene
Kinder und Eltern ein massives Problem, welches alle
Persönlichkeitsbereiche (kognitiv, emotional, sozial...)
betrifft.
Durch sprachspezifische Förderung (spezielle sprachliche
Interventionen, Rollenspiele, didaktische Spiele) können
die Kinder lernen, grammatikalische Strukturen zu erkennen
und entsprechend zu verwerten. Damit werden Folgewirkungen
auf schulisches Lernen, das hauptsächlich über
die Laut- und Schriftsprache organisiert ist, und das
spätere Berufsleben weitgehend vermieden.
D -
7: "Ich selbst hätte ja überhaupt kein
Problem..., wenn nur die Welt nicht so schlecht wäre!"
Verhaltensraster als
pädagogisches Instrument im Umgang mit Verleugnung,
Projektion und Spaltung
Ursula Pav, Rohrbach
In
der alltäglichen Arbeit mit psychisch gestörten
Jugendlichen ist die kontinuierliche Annäherung
an eine gemeinsame Realität ein zentraler Inhalt,
der ständig unterlaufen zu werden droht. Um dieser
Dynamik entgegenzuwirken, ist es oft sinnvoll mit Verstärkerlisten
(Verhaltensrastern) zu arbeiten, um ein strukturiertes
Feedback im sozialpädagogischen Alltag zu geben
und auch durchzuhalten.
Inhalt
des Seminars wird es sein, zu erarbeiten, daß
solche Verhaltensraster nicht ausschließlich verhaltensmodifikatorisch/lerntheoretisch
gedacht werden müssen, sondern - weit darüber
hinausgehend - (bei einer bestimmten Art der Anwendung)
innerhalb der sozialpädagogischen Beziehung besondere
Funktionen haben, die aus psychoanalytisch-pädagogischer
Perspektive beleuchtet werden.
D -
8: Tiergestützte Pädagogik
und tiergestützte Therapie mit Llamas und Alpakas:
Biophilie als Baustein der menschlichen Persönlichkeitsentwicklung
Ingeborg Andreae de Hair
und Heike Höke, Halle - Westfahlen
Die
Seminarteilnehmer erhalten Einblick in die tiergestützte
Pädagogik und tiergestützte Therapie, hierbei
ist die Biophilie eine wesentliche theoretische Grundlage.
In praktischen Übungen bekommen die Seminarteilnehmer
die Gelegenheit, die Unterschiede zwischen natürlichen
und technisierten Umweltreizen für sich zu erleben.
Natur- und wildnispädagogische Elemente als Methode
der heilpädagogischen Intervention werden ebenfalls
vorgestellt.
Die Teilnehmer werden gebeten, bequeme Kleidung und
bequemes Schuhwerk zu tragen.
D -
9: Interkulturelle Pädagogik zwischen Pragmatismus
und Illusion
Seddik
Bibuche,
Tübingen
Interkulturelle
Fragestellungen entstehen in allen Feldern der Sozialen
Arbeit und spielen überall eine immer größere
Rolle in der täglichen Praxis, vorausgesetzt, man
nimmt sie als Herausforderung auch ernst. In diesem
Fall geraten die PraktikerInnen oft in Spannungen zwischen
offiziellem politischen Auftrag, erwarten Hilfe durch
die Adressaten und eigenen ethischen und professionellen
Ansprüchen. Diese Spannungen münden oft in
eine Hilflosigkeit, die es in dieser Verantwortung kritisch
zu diskutieren gilt.
In einem dialogischen Verfahren werden Antworten auf
die Herausforderungen der interkulturellen Arbeit gesucht
und praxisorientierte Perspektiven entwickelt.
D -
10: Hochbegabung und Verhaltensproblematik
- Emotion
ist die Basis für Kognition
Elfriede Wegricht, Wien
Probleme
sind uns nicht in die Wiege gelegt, sie entstehen unter
ungünstigen Vorzeichen, die nicht rechtzeitig beachtet
werden.
Begabungen entwickeln sich unter besonders günstigen
Voraussetzungen durch Anlage und Umwelt - dann können
auch excellente Leistungen entstehen. Unabdingbar dafür
ist ein positives emotionales Klima, in dem sich ein
Kind frei von Angst, Zwängen und Druck zu einer
kreativen und reifen Persönlichkeit entwickeln
kann.
Kinder lernen mehr durch Beziehung als durch Erziehung.
Welche Beiträge dafür von PädagogInnen,
Eltern und letztlich den Kindern nowendig geleistet
werden sollten, ist Kernpunkt des Seminars, das mit
Fallbeispielen belebt wird und Gelegenheit zu Dikussion
und Gedankenaustausch bieten wird.
D -
11 : Faszination Stille - oder: wie bekomme ich meine
Klasse wieder zur Ruhe?
Rüdiger
Kohl, Merzenich
Fantasiereisen
- über die Stille zur Konzentration - Einsatz des
Klangstabes - Einsatz des Regenstabes - Regenstabgeschichten
- Rituale - Übungen zur Entspannung und Konzentration
- Übungen mit dem Klangstab - Klangschale.
D -
12 : Was tun - bei Gewalt und Mobbing im Klassenzimmer?
Rupert
Herzog, Linz
Einige
Kernaussagen und 10 Übungen für die Bearbeitung
von Mobbing und Gewalt an Schulen, die Sie (einzeln
oder in Kombination) sofort in Ihrer Praxis anwenden
können.
D -
13 : "Wie Beziehung werden kann" - psychisch
belastete Jugendliche als Herausforderung für heilpädagogisch
- therapeutische Berufe
Sandra
Wiesinger und Werner Leixnering, Linz
Heilpädagogisch-therapeutische
Maßnahmen umfassen ein facettenreiches Spektrum
an ganzheitlichen Interventionsmöglichkeiten, welche
sich an den Stärken, Wünschen und Bedürfnissen
der Kinder und Jugendlichen mit psychischen Beinträchtigungen
orientieren. Was macht bei diesen Jugendlichen eine
gute Beziehung aus? Wie spürt man sie? Wie kann
man an ihr arbeiten? Und schließlich, wie wichtig
Beziehung beim wortverwandten Begriff "Erziehung"
ist, soll hier Gegenstand sein, damit Vertrauen, Interaktionsfähigkeit,
soziale Kompetenz, Authentizität, das ehrliche
Interesse am Anderen und somit ein gelungenes Miteinander
möglich ist bzw. wieder erworben werden kann.
Anliegen des Seminars ist es, Klarheit in die Vielfalt
des Begriffes Beziehung im Erziehungsalltag zu bringen
sowie Einblicke zu geben, welche entwicklungsbedingten
Vorraussetzungen für Beziehungen notwendig sind.
D -
14: "Worüber man nicht sprechen kann ..."
Sprachbehinderung und Menschenbild
Irene Zöllner und
Birgit Haiko; Wien
Gelingende
Gemeinsamkeit von sprechenden und so genannten "nichtsprechenden"
Menschen ist immer eine enorme Herausforderung für
alle am Geschehen beteiligten.
Ein sprachloses Gegenüber (ver)stört übliche
(kommunikative) Erwartungen, (be)hindert unser gewohntes
Tun, (ent)wirft uns auf uns selbst zurück - und
rührt ganz tief an unserem Menschenbild. Fehlende
Lautsprache birgt sehr leicht die Gefahr der Zuschreibung
von Sprachlosigkeit im (Doppel)Sinn von nichts-zu-sagen
haben in sich....
Die Referentinnen dokumentieren und reflektieren Überbau
und Grundlagen ihrer integrativen Arbeit mit sprechenden
und nichtsprechenden SchülerInnen, skizzieren den
langjährigen Prozess der Entwicklung einer einschlägigen
"Didaktik der Gemeinsamkeit" und erörtern
- gerne diskursiv - ihre diesbezüglichen unterrichtlichen
Handlungskonzepte im sprachlichen, kommunikativen und
erziehlichen Bereich.
D -
16: Ich seh, ich seh, was du nicht siehst!
beobachten - erleben - handeln - reflektieren
Urike Bürger, Hinterbrühl
Beobachten
dient als Werkzeug einer systematischen Erforschung
der individuellen Fähigkeiten, die Kindern zur
Bewältigung von Herausforderungen zur Verfügung
stehen.
Das Beobachten fordert, dem Kind mit gezielter Aufmerksamkeit
zu begegnen.
Das Erkennen von Ressourcen, sie aufzugreifen, sie zu
erweitern und sie im Alltag zu nützen, ist ein
wesentlicher Teil des pädagogischen Könnens
und Handelns.
Die vielseitigen Möglichkeiten, die dieses Werkzeug
in sich birgt, gilt es in diesem Arbeitskreis zu entdecken.
D -
17: Eskalation und Deeskalation im pädagogischen
Alltag.
Oder: Warum Eskalationen ein wichtiges Lernfeld sein
können.
Ingo Bieringer, Hallein/Salzburg
Eskalationen
sind etwas Unangenehmes, und im pädagogischen Alltag
widersprechen sie einem professionellen Selbstverständnis.
Doch sind sie manchmal nicht zu verhindern, und es stellt
sich die Frage, wie man in solchen Situationen handeln
kann. I
I n diesem Workshop geht es darum, verschiedene Formen
von Eskalationen zu analysieren sowie um die Frage,
wie wir konkret zur Deeskalation beitragen können.
Dabei bewegen wir uns im Spannungsfeld zwischen den
zu betreuenden Menschen, uns selbst (als "erzogene
ErzieherInnen") und institutionellen Rahmenbedingungen.
Wenngleich es keine Rezepte gibt, kann uns die Vorbereitung
auf solche Situationen doch ein Stück jener Sicherheit
geben, um die wir in solchen Situationen häufig
bangen.
Symposien:
D -
18: ADHS - Teil 1
Medizinische
Aspekte der ADHS in Diagnostik und Therapie - Schnittstellen
zur Pädagogik
Wolfgang
Kaschnitz, Graz
Unterschiedliche
diagnostische Zugänge abhängig vom Alter (Vorschulkind
- Grundstufe - Jugendliche). Wovon ist ADHS zu unterscheiden?
Neue Erkenntnisse der Neurobiologie bei ADHS.
Multimodale Therapiekonzepte werden vorgestellt. Sind
komplementäre Behandlungsansätze wirksam?
Vernetzungsarbeit (Schule - Medizin - Therapeut)
Neuropsychologische
Aspekte der ADHS:
Exekutive
Funktionen und Selbstregulation
Caterina
Gawrilow, Frankfurt
Kinder,
Jugendliche und Erwachsene mit ADHS haben Schwierigkeiten
mit verschiedenen Anforderungen bzw. Testaufgaben. Dazu
gehören beispielsweise Aufgaben, die Inhibition,
Planung, Belohnungsaufschub oder die Arbeitsgedächtnisleistung
erfassen.
In diesem Referat wird über aktuelle empirische
Studien zu exekutiven Funktionen bei Kindern und Jugendlichen
mit ADHS berichtet. Weiterhin sollen Studien vorgestellt
werden, in denen selbstregulative Instruktionen zu einer
Verbesserung der Leistung von ADHS-Kindern geführt
haben.
D -
19: Progressive Ansätze im Umgang mit Aggressionen
und Gewalt bei Kinder und Jugendlichen
Konfrontative
Pädagogik bei aggressiven Kindern und Jugendlichen
Rainer
Kilb, Mannheim
Es
ist besonders der auf einem sogenannten "Heißen
Stuhl" stattfindende konfrontative Vorgang, als
ein einzelner von zahlreichen curricularen Bausteinen
des Anti-Aggressivitäts-Trainings, der in der hiesigen
Fachdebatte stark polarisierende Debatten auslöst.
Im Umfeld der AAT-Anwendung wird in letzter Zeit immer
wieder auch der Terminus der "konfrontativen Pädagogik"
verwendet, insbesonders dann, wenn dieses Training oder
aber auch die diesem zu Grunde liegende Haltung, in
den klassischen Bereichen der Pädagogik wie den
Schulen angeboten wird bzw. im Hintergrund der Pädagogik
steht.
Vortrag und Workshop beschäftigen sich mit diesem
Ansatz; die Geschichte, das Curiculum, der fachpolitische
Diskurs, Theoriebezug, Indikation und ethische Aspekte
werden gleichermaßen beleuchtet.
Förderung
von Zivilcourage bei Kindern und Jugendlichen: Sophie
Scholl im Jahre 2010?
Kai
J. Jonas, Amsterdam
Gewalt
bei Kindern und Jugendlichen wird zumeist aus einer
Täter- oder Opferperspektive angegangen. Dabei
bleibt die größte Zielgruppe, die der unbeteiligten
Zeugen oder Bystander oft draußen vor.
An dieser Stelle setzen Interventionsprogramme an, die
auf dem Konzept der Zivilcourage aufbauen.
Es werden unterschiedliche, etablierte Trainingsprogramme
für Kinder und Jugendliche und deren Rahmenbedingungen
(z.B. Wettbewerbe) vorgestellt. Dabei wird über
positive Ergebnisse und Erfahrungen, sowie auch über
Probleme aus der praktischen Umsetzung es Trainings
und ihrer Evaluation berichtet.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Themen wie Migrationshintergrund
der Kinder und Jugendlichen, "politisiertes"
Verhalten und Interaktionen mit der Erwachsenenwelt.
D -
20: Hilfen für Menschen mit einer geistigen Behinderung
und psychischer Erkrankung: Betrachtungen aus heilpädagogischer
und psychotherapeutischer Perspektive
Im
Mittelpunkt des Symposiums steht der besondere Hilfebedarf
dieser Menschen. Aktuelle Konzepte und Projekte der
Behindertenhilfe werden kurz vorgestellt.
Zwei fachliche Inputs sollen zur intensiven Diskussion
anregen:
Ambulante
heilpädagogische Förderung von Menschen mit
einer geistigen Behinderung und gravierenden Verhaltensauffälligkeiten.
Torsten Holm, Berlin
Heilpädagogik
bezeichnet LOTZ als eine Profession, die immer dort
anzutreffen sei, wo es um Erziehung und Bildung in Problembereichen
gehe, wie bspw. bei Verhaltensauffälligkeiten oder
Behinderungen. Sie ziele in Theorie und Praxis darauf
ab, zu überlegen, welche Vorraussetzungen geschaffen
werden müssten, damit ein anderer Mensch einen
Sinn in seinem Leben finden könne, Wohlbefinden
trotz irreversibler Schädigungen erlangen könne
(LOTZ 1988). Heilpädagogische Förderung kommt
beim Personenkreis von Menschen mit geistiger Behinderung
und gravierenden Verhaltensauffälligkeiten besondere
Bedeutung zu. Anhand von Fallbeispielen wird das Konzept
einer systemisch ausgerichteten speziellen heilpädagogischen
Förderung vorgestellt.
Ambulante
Psychotherapie(VT) für Menschen mit geistiger Behinderung-
ein Beitrag zum selbstbestimmten Leben von Menschen
mit einer geistigen Behinderung und psychischer Erkrankung
Claudia
Köppen , Berlin
Typisch für die meisten psychotherapeutichen Angebote
ist, dass es sich um einen Vertrauensraum handelt, in
dem der Klient selbsterwählt Einblick in innnere
psychische Prozesse gewährt, mit dem Wunsch nach
Entlastung und Veränderung in einem Rahmen von
Selbstbestimmung.
Wie kann Psychotherapie für Menschen mit geistiger
Behinderung den spezifischen Bedürfnissen und Möglichkeiten
gerecht werden und wie kann Psychotherapie zu einer
möglichst selbstbestimmten Lebensführung beitragen?
Welche Überschneidungen und welche Unterschiede
ergeben sich zur "Heilpädagogischen Förderung"?
Freitag:
14,30-17,30h
Seminare:
F-
1: Vom Gehorsam zur Verantwortung: Eine neue Erziehungskultur.
Jesper
Juul, Dänemark und Kroatien
Die
"Kultur des Gehorchens" entwickelte sich zu
Beginn der industriellen Gesellschaftsform und war ihr
gut dienlich. Das Leben war vorhersehbar, der Lebenshorizont
lokal und von den Menschen erwartete man sich nicht,
daß sie sich ihrer Arbeit auch erfreuten. Im Bezug
auf die seelische wie auch körperliche Gesundheit
war diese Kultur eine Katatrophe.
Die Entwicklung einer neuen pädagogischen Kultur
- innerhalb der Familien wie auch in den Schulen - kann
durch dieses Ergebnis sinnvoll werden, aber auch durch
die Tatsache, daß unsere Gesellschaften diesen
Typ von ArbeiterInnen nicht länger benötigen.
Tatsächlich scheinen die einzigen Menschen, die
von dieser Kulur des Gehorchens ein wenig profitieren,
diejenigen zu sein, die unter diesen gesellschaftlichen
Vorraussetzungen geboren und aufgewachsen sind und es
schwierig finden, Perspektiven zu verändern oder
mit anderen Menschen, die nicht auf fixierte und stabile
Hierarchien basieren, zu leben.
Durch die klinischen Erfahrungen von mehr als fünfzig
Jahren haben PsychologInnen, PsychiaterInnen, PsychotherapeutInnen,
KörpertherapeutInnen und andere, die mit der Heilung
von Wunden der Kindheit und der Schulzeit arbeiten,
zwei Schlüsselelemente im Selbstheilungsprozeß
dieser Menschen entdeckt:
Es sind dies das Wachsen sowohl von Selbstgefühl
als auch der persönlichen Verantwortlichkeit.
Persönliche Verantwortlichkeit ist nicht das Gegenteil
von Gehorsam - das wäre Ungehorsam - sie ist eine
humanistische Alternative, die auch für persönliche
und soziale Beziehungen Wunder bewirkt.
F-
2: Der Schüler, der in der Schule versagt - wer
kann das sein?
Andreas
Warnke, Würzburg
Das
Seminar widmet sich dem Schüler, der im schulischen
Unterricht Probleme bereitet - der deshalb Eltern und
Lehrern Sorgen bereitet - un dem andererseits selbst
Schule ein Problem ist.
Der Schüler 1) der nicht im Unterricht ankommt
("Schulverweigerung"), 2) der in den Unterricht
kommt, aber den Unterricht stört, 3) der im Lernen
versagt, 4) den wir übersehen, obwohl er psychisch
krank ist und 5) der uns im Verhalten unverständlich
ist.
Ein breites Spektrum psychischer Störungen wird
wesentlich über Bild- und kasuistisches Filmaterial
vorgestellt.
Bindungs- und Entwicklungsstörungen, Intelligenzminderung,
Autistische Störungen, Angststörungen und
Depression, ADHS, Ticstörungen, Zwänge, Konversionsstörungen,
Esstörungen (Magersucht, Bulimie), Suchtmittelmissbrauch,
Störungen im Sozialverhalten, Aggression und Autoaggression
und psychotische Störungen kommen zur Sprache.
Ziel ist es , das Erkennen solcher Störungen zu
erleichtern, Verständnis für die betroffenen
Schüler - aber auch für die oft durch die
psychische Erkrankung des Schülers überforderten
Lehrer- zu gewinnen, Möglichkeiten der diagnostischen
und pädagogischen Hilfe, insbesondere auch der
kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung aufzuzeigen.
Ansätze der Psychotherapie, Psychopharmakotherapie
und sozialintegrative Massnahmen seitens der Schule
und Jugendhilfe werden thematisiert. Dabei ist auch
die Entwicklung sozioökonomischer Rahmenbedingungen
zu beachten, insbesondere die gravierenden Veränderungen
der familiären Strukturen und Tagesabläufe.
F-
3: ADHS und Schule: Impulsiv und unaufmerksam!
Hans
Biegert, Bonn
ADHS:
Aufmerksamkeitsdefizit, Impulsivität, Hyperaktivität
- ein Störungsbild, das so ausgeprägt ist,
das eine altersadäquate Sozialintegration und begabtengerechte
Schulentwicklung betroffener Kinder tiefgreifend und
nachhaltig gestört wird.
Lehrer, Eltern, Erzieher und Berater, die ADHS-spezifische
Verhaltensmuster nicht erkennen oder sich diesen mit
Vorbehalten verschließen, reagieren demgemäß
oft falsch und in der Folge erfolglos; von der ernsthaften
Auseinandersetzung mit den Bedingungen, Ursachen, Auswirkungen
des ADHS, aber auch den Möglichkeiten einem ADHS
Problemverhalten schulpädagogisch wirksam und professionell
zu begegnen, profitieren am Ende Eltern und Lehrer,
wie Kind und Schule gleichermaßen:
Nicht das ADHS ist das Problem, sondern wie wir damit
umgehen.
F-
4: "Lieber schlau als blau" - Ein Alkoholpräventionsprogramm
für Schule und
Jugendeinrichtungen
Simone
Schramm, Berlin
"Lieber
schlau als blau" wurde speziell entwickelt, um
dem riskanten Konsumstil Jugendlicher entgegenzuwirken.
Das Programm stellt einen ganz neuen Ansatz innerhalb
der Präventionsarbeit dar. Es orientiert sich bewusst
an der Erlebniswelt und den Erfahrungen der Jugendlichen,
weckt Spaß und Interesse an der Thematik und verzichtet
auf moralisierende Aufklärung durch Erwachsene.
Ziel ist eine Verhinderung aktueller jugendspezifischer
Gefährdungen, wie z.B. Alkoholvergiftungen, alkoholbedingte
Verkehrstote, Gewalttaten oder bereute Sexualität.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops werden
in die Inhalte und den Ablauf des Programms eingeführt.
Einzelne Bausteine werden in Kleingruppen erarbeitet
und anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert.
F-
5: Im Land der Zahlenzwerge® - Ein frühkindliches
mathematisches Bildungskonzept für begabte und
schwache Kinder gleichermaßen
Günther Heil, Weilheim
Neuere
wissenschaftliche Erkenntnisse führen zur Neubesinnung
in der mathematischen Elementarbildung, um spätere
Rechenschwäche vorzubeugen. Dies sind:
a)
Entwicklungspsychologie: gesicherte Zahlenreihe als
Vorläuferqualifikation von mengenmäßigem
Zahlenverständnis
b)
Aktuelle hirnneurologische Untersuchungen: Zahlenreihe
als bedeutsam für späteres Verständnis
der Rechenarten minus und plus.
c)
Einhalten einer fachmathematisch begründeten Abfolge
von Lernschritten. Entsprechend
diesen Grundsätzen entwickelt das Land der Zahlenzwerge®
zuerst mit der Zahlenreihe und danach über Mengen
ein Verständnis für Zahlen. Die Kinder werden
zu Zahlenzwergen. Spielerisch erleben und erfahren sie
durch Bewegungen den Zahlenaufbau und die Beziehungen
der Zahlen untereinander.
Langjährige Erfahrungen in Kindergärten zeigen,
dass beeinträchtigte/integrationsbedürftige
Kinder ein mathematisches Verständnis entwickeln,
das eine drohende Rechenschwäche erheblich vermindert.
F-
6: Kommunikation und Behinderung
Doris Dickinger,
Wien
Die
Kommunikation besteht zum Großteil aus nonverbalen
Komponenten, trotzdem wird in unserer Gesellschaft der
Lautsprache sehr viel Bedeutung beigemessen. Viele Kinder
und auch Erwachsene, die geistig beeinträchtigt
sind, erreichen aber die gesprochene Sprache nicht oder
nur in schwer verständlicher Form.
In diesem Seminar sollen andere Wege der Kommunikation
und der Weg dorthin beschrieben werden, wie die Arbeit
mit Gebärden, lautsprachunterstützenden Systemen,
Unterstützter Kommunikation und diversen Sprachausgabegeräten.
Zur Veranschaulichung werden auch verschiedene Materialien
wie Ich-Bücher, Kommunikationstafeln usw. vorgestellt.
F-
8: Immer wieder in Balance kommen - in Balance sein
Ilse M. Seifried, Wien
Die
Struktur des Labyrinths (nicht zu verwechseln mit dem
Irrgarten) bewirkt durch die vorgegebene Bewegungsabfolge
(rhythmisierte Pendelbewegungen) spezifische Erfahrungen
von Balance, Gleichgewicht und Zentrierung.
Da es keine Wegkreuzungen gibt, kann bei Einzelarbeiten
die ganze Aufmerksamkeit nach Innen gerichtet werden.
Gruppenarbeit eröffnet eine zusätzliche interaktive
Erfahrungsdimension.
Dieser
Workshop bietet Ihnen:
- Angebote
der Eigenerfahrung
- Sachinformation
- Diskussion
- Konkrete
Ansätze, wie Sie die Labyrintharbeit auch mit
ihren präventiven, interaktiven als auch balancierenden
Aspekten in Ihrem Alltag für sich und andere
integrieren können.
Die
Frage : Was hilft mir, wieder in körperliche
und innere Balance zu gelangen?
kann hier eine individuelle Antwort erfahren.
F- 9: Lebensplanung
- Biografie - Lebensphasen:
Elisabeth und
Hubert Hürlimann, Grabs
Kindheit
- Familie - Pension - und heute? Kindheit - Jugendzeit
- Ausbildung - Partnerschaft - Familie - Ausbildung
- Wiedereinstieg - eine Vielzahl von Möglichkeiten
und Herausforderungen;
Lebensplanung ist eine Chance, was ein Mensch erreichen
kann. Sie hilft, sich aktiv für seine Zufriedenheit
(Arbeitszufriedenheit), gegen Burn-out oder innerer
Kündigung einzusetzen. Das Wissen darüber
hilft, sich als "ChefIn" oder als MitarbeiterIn
entsprechend neuen Herausforderungen zu stellen. Wenn
"Heil" auch Glück bedeutet, ist Heilpädagogik
immer auch Teil dieser Lebens- und Glücksplanung
für andere aber auch für einen selbst.
F -
10: "Vom erzieherischen Alltagsfrust - zur Faszination
Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten"
Ruschka
Anna, St. Pölten
Jedes
Problem - jeder Konfklikt, sei es beim Aufräumen,
beim Spielen oder sonstigen Situationen im Tagesablauf,
bietet Impulse zur Weiterentwicklung aller Beteiligten.
Aufbauend auf theoretisches Hintergrundwissen, werden
praktische Beispiele bearbeitet und konkrete Anregungen
für den pädagogischen Alltag entwickelt.
F -
11: Soziales Training für die ganze Klasse - Soziale
Vorgänge spielerisch erleben und umsetzen
Rüdiger
Kohl, Merzenich
Wir
lernen uns kennen; Kontakt - Begegnung - Fremdwahrnehmung;
Das Selbstwertgefühl; Wir kommunizieren miteinander;
Wir kooperieren miteinander;
Wir lösen Konflikte
F -
12: RÄUME - HELFEN - HEILEN;
Die Rolle des Lebensraumes im Heilungsprozess
Enrico De Dominicis, Brixen
In
Arbeitsräumen von Menschen, die in heilenden Berufen
tätig sind, vollziehen sich wesentliche Aktionen,
die Helfer und Hilfesuchende verbinden. Das vitalenergetische
Niveau unserer Lebensräume wird durch eine Vielzahl
von Aktionen im Tages-Nachtverlauf geprägt. Stimmungen,
Gefühle, Handlungen, die wir einzeln oder in Beziehung
mit anderen vollziehen, nimmt der Raum auf und speichert
sie in den Wänden, in der Einrichtung, in den Böden.
Die Teilnehmer erfahren, wie sie in ihrem Umfeld durch
Schaffung verschiedener Raumatmosphären Energieblockaden
wahrnehmen und verändern können und die Kraft
der Materialien, Formen und Farben heilbringend für
sich und ihre Patienten/Klienten nutzen.
F-
13: Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und
Jugendlichen -
Krise und Chance
Herbert
Stadler, Wien
Verhaltensauffälligkeiten
erkennen, verstehen, verändern: Die aktuelle Krise
als persönliche Herausforderung und Chance für
(sonder) pädagogische Initiativen im Klassenraum,
in der Kindergarten- und Hortgruppe, in sozialpädagogischen
Einrichtungen.
Anregungen für erprobte Handlungsstrategien im
Umgang mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen,
Lösungsansätze und Hilfen - aus der Praxis
für die Praxis!
Reflexion über die "heilende" Beziehungsarbeit
als Voraussetzung dafür, dass wir Erwachsenen in
Geduld, mit Verständnis und Zuwendung mit den uns
anvertrauten Kindern und Jugendlichen gut leben können.
F-
14: Das Lernspiel - ein Mittel zur sozialen und kognitiven
Förderung insbesondere bei Kindern mit Lernschwächen
bzw. Entwicklungsrückständen.
Adolf Joksch,
St. Andrä/Hagental
Inhalt:
- Zur
Wesensbestimmung des Spiels
- Bedeutung
des Spiels im Laufe der kindlichen Entwicklung mit
Lernbeispielen
- Kriterien
für die Eignung eines Lernspiels
- Vorstellung
von Lernspielen und Erprobung durch die TeilnehmerInnen
- Lernspiele
als Integrationsmittel
Ziel:
Kennen geeigneter Spiele, richtige Anwendung von Auswahlkriterien
zum Spieleinsatz;
Kompetenz:
Fähigkeit, Lernspiele orientiert an den Bedürfnissen
betroffener Kinder gezielt einzusetzen.
F-
15: Zwischen Freiraum und Ritual - Ausdrucksmöglichkeiten
mit Musik und Bewegung für Menschen mit Behinderung
Shirley
Salmon, Salzburg/Grambach
Musikalisch
- rhythmische und künstlerische Tätigkeiten
können eine zentrale emotionale Betroffenheit auslösen
- auch bei Menschen mit unterschiedlich schweren Behinderungsgraden.
Mit ihren Ausdrucks- und Vernetzungsmöglichkeiten
unterstützen Musik und Bewegung die Entwicklung
elementarer Interaktionsformen auf verschiedenen Ebenen
der Kommunikation.
Im Seminar wird eine neue DVD zum Seminarthema vorgestellt,
die sich mit Fragen beschäftigt wie z.B: welche
Bedeutung haben Rituale und Freiräume? Welche Instrumente
bzw. Materialien ermöglichen selbstständiges
Spielen und individuelles Gestalten, um sich besser
mitteilen zu können? Unter welchen Bedingungen
wird jemand spielerisch, selbst kreativ und kann eigene
Ideen verwirklichen?
Ergänzend werden einige Aktivitäten in der
Gruppe praktisch erfahren.
F-
16: "Ist eine Schule für alle - vom Schwerstbehinderten
bis zum Hochbegabten - möglich?"
Franz Spiesberger,
Gmunden
Dir.
Franz Spiesberger berichtet über die Entwicklung
seiner Sonderschule (der Nikolaus Lenau Schule in Gmunden)
zu einer Schule für alle als Modell und Ausgang
für eine zukünftige Entwicklung in der Sonderpädagogik
und er möchte mit den Workshopteilnehmern über
diese Entwicklungsarbeit, ihre Umsetzbarkeit für
andere Schulen und zukünftige Entwicklungen diskutieren.
Symposien:
F -
17: ADHS - Teil 2
Neuropsychotherapie
der ADHS - das Elterntraining für Kinder und Jugendliche
(ETKJ ADHS) unter Berücksichtigung des selbstbetroffenen
Elternteils
Cordula
Neuhaus, Esslingen
Es
ist inzwischen auch wissenschaftlich anerkannt, daß
auch Erwachsene ADHS haben können - und überzufällig
häufig kämpft in Familien mit einem Kind/Jugendlichen
mit ADHS eben auch ein (oder zwei) Elternteile mit Vergeßlichkeit,
zu schnellem verbalen Reagieren etc.
Gerät die Kommunikation in der Familie negativ
mit Schimpfen, Vorhaltungen, Strafmaßnahmen, kann
ein Kind/Jugendlicher nicht adäquat reagieren.
Im ETKJ wird den Eltern durch umfassende Vermittlung
der neurobiologischen Hintergründe ein Verstehen
des "anderen Funktionierens" bei ADHS möglich.
Mit diesem verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Manual
werden Eltern befähigt, krisenhafte Zuspitzungen
schon im Vorfeld zu erkennen und rasch beizulegen.
Das
Seminar richtet sich auch an Mitarbeiter von Selbsthilfegruppen
und der Jugendhilfe und an Selbstbetroffene!
F -
18: Internet und Co: Neue Medien und ihre Auswirkungen
auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
Bildschirmmedien
im Alltag von Kindern und Jugendlichen:
Ausmaß, Inhalt Wirkzusammenhänge
Thomas Mößle,
Hannover
Im
Vortrag soll u.a. auf folgende Fragen eingegangen werden:
Welche Auswirkungen hat ein quantitativ und qualitativ
excessiver Medienkonsum (Fernsehen und Computerspiele)
auf Kinder und Jugendliche?
Warum sind insbesondere die Schulleistungen der Jungen
in den letzten zehn Jahren immer schlechter geworden?
Hängt dies auch damit zusammen, dass sie mehr Zeit
mit Computerspielen und TV verbringen?
Erhöht ein derartiger Medienkonsum die Gewaltbereitschaft
von Kindern und Jugendlichen? Besteht die Gefahr von
Computerspielen abhängig zu werden?
Neue
Medien - Neue Tatorte: Cyberbullying und sexuelle Viktimisierung
im Internet
Catarina Katzer, Köln
Die
interaktiven Medien "Internet, Handy & Co"
bieten neue Tatorte für kriminelles Verhalten,
Psychoterror und sexuelle Viktimisierung. Gerade die
Vernetzung verschiedener technologischer Equipments
miteinander, z.B. Foto oder Video-Handy und Internetkommunikation
(Chatrooms, Soziale Netzwerke wie SchülerVZ, Videoplattformen
u.s.w.) lassen Phänomene wie Cyberbullying (Cybermobbing)
oder Cyberstalking entstehen.
Ihre Ausübung ist einfach: Innerhalb von Sekunden
können z.B. die mit dem Mobiltelefon aufgenommenen
Fotos oder Filmsequenzen, die Vergewaltigungen oder
Verprügelungen zeigen, über Chatrooms, Soziale
Netzwerke oder Videoportale Hunderttausenden zugänglich
gemacht werden.
Dieser Vortrag soll Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten
vermitteln. Problemanalyse und Präventionsansätze
stehen im Mittelpunkt.
F-
19: Tatort Schule: Umgang mit schwierigen Schülern
Planungshilfen
zur Schulischen Prävention - Vorbeugung von Lern-
und Verhaltensstörungen nach dem Response to
Intervention (RTI) Paradigma
Bodo Hartke,
Rostock
Seit
2004 finden an der Universität Rostock Versuche
mit Verfahren der Lernfortschrittsdokumentation statt.
Zunächst ging es dabei um eine Erprobung des niederländischen
Leelingonderwijsvolgsysteem (LOVS). Im Verlauf dieser
Arbeiten stieg das Interesse an dem US-amerikanischen
Curriculum Based Measurement (CBM). CBMs und LOVs stellen
Konkretionen des Response to Intervention (RTI) Paradigmas
dar.
In der Rostocker Forschung geht es um die Erarbeitung
und Validierung von Verfahren der Lernfortschrittsdokumentation
im Anfangsunterricht und der Entwicklung von auf Messverfahren
abgestimmten Fördermaterialien.
Die bisher entwickelten Verfahren und Fördermaterialien
dienen der schulischen Prävention im Schuleingangsbereich.
Im Referat wird über den Ansatz, bisher entwickelte
Verfahren und Forschungsergebnisse berichtet.
Mobbing/Bullying/Cyberbullying
in der Schule - Ansätze zur Prävention und
Intervention
Nina Spröber, Ulm
Das
Problemfeld Mobbing (auf traditioneller Weise und in
den neuen Medien) wird umrissen, Ursachen und Erklärungsmöglichkeiten
und besondere Schwierigkeiten besprochen. Konkrete Möglichkeiten
zur Prävention und Interrvention für verschiedene
Personengruppen (Schüler, Eltern, Mitschüler
etc.) werden vorgestellt.
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Die Anmeldung zum Kongress ist ab sofort
schriftlich
oder per Internet möglich.
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